MEDICAL PREVENTION - Die Nominierten 2011

Aus den eingereichten Bewerbungen hat die Expertenjury der jeweiligen Kategorie die preiswürdigsten Projekte für die Shortlist ausgewählt. Die drei Nominierten der Kategorie Medical Prevention 2011 lauten:

1) Dr. Axel Munte und Prof. Dr. Alexander Katalinic, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns KVB/ Institut für Krebsepidemiologie e.V. an der Universität Lübeck: „Räumliche Karzinomanalyse Bayern: regionaler Vergleich der Inzidenz kolorektaler Karzinome in Bayern im Zeitraum 2006-2008."



Dr. Axel Munte

Prof. Dr. Alexander Katalinic

Vor dem Hintergrund einer großen, vorbildlichen Datenbasis liefert das vorliegende Projekt wichtige Erkenntnisse für die Versorgungsforschung. Eine Betrachtung der regionalen Unterschiede von Karzinom- und Adenominzidenz wie auch regional unterschiedlicher Koloskopieraten ist innovativ und wurde in solcher Form bisher nicht durchgeführt. Die Arbeit bietet zudem die Grundlage für weitergehende Untersuchungen, die die regional unterschiedlichen  sozioökonomischen Faktoren berücksichtigen. Durch die Zusammenführung mehrerer epidemiologischer Aspekte, wie sie die vorliegende Datenbasis möglich macht, sind wertvolle Erkenntnisse für die Versorgungsforschung zu erwarten. Die vorliegende Arbeit bewerte die Jury als in diesem Sinne wegweisend - und nominiert die Bewerbung für den Felix Burda Award 2011.

2) Friedrich Schütte, BKK 24: „Darmkrebsvorsorge-Screening mit Hilfe der PillCam Colon."


Friedrich Schütte

Auf Initiative der Betriebskrankenkasse BKK 24 wurden im Rahmen einer Pilotstudie die möglichen Effekte der Kapselendoskopie auf die Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge untersucht. Die vorliegende Pilotstudie wird von der Jury als gute Grundlage für weitergehende Untersuchungen mit neuen Diagnostikverfahren angesehen,  da für die zukünftige Darmkrebsprävention die Vorschaltung von Filtertools vor die Darmspiegelung zunehmend wichtiger werden wird. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Tatsache, dass eine gesetzliche Krankenkasse die Initiative zu einer solchen Studie ergriffen hat und sieht sie als gutes Beispiel für mögliche Initiativen anderer gesetzlicher Kostenträger. Das Projekt wird deshalb für den Felix Burda Award 2011 nominiert.

3) Prof. Dr. Thomas Rösch, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf: „Berlin Colonoscopy Project (BECOP)"


Prof. Dr. Thomas Rösch

Die vorliegende Bewerbung beinhaltet eine wissenschaftliche Arbeit von sehr hoher Qualität. Vielschichtig werden dabei unterschiedliche Aspekte wie auch neuere Techniken der Vorsorgekoloskopie berücksichtigt und präzise untersucht. Auf der Basis einer hochwertigen wissenschaftlichen Datenanalyse liefert die Arbeit Aufschluss zu mehreren wichtigen Fragestellungen. Besonders hervorheben will die Jury die neuen Erkenntnisse zur Komplikationsrate bei Koloskopien, die hier erstmals auch den Zeitraum über die eigentliche Untersuchungsmaßnahme heraus berücksichtigen.  Als wegweisend sieht die Jury auch die enge  Kooperation von Universitätsklinik und niedergelassenen Ärzten an, auf der die vorliegende Untersuchung aufbaut. Die Bewerbung wurde für den Felix Burda Award 2011 nominiert.