PREVENTION AT WORK - Die Nominierten 2011

Aus den eingereichten Bewerbungen hat die Expertenjury der jeweiligen Kategorie die preiswürdigsten Projekte für die Shortlist ausgewählt. Die vier Nominierten in der Kategorie Prevention at Work 2011 lauten:

1) Dr. Andrea Stahl und Dr. Volker List, Karlsruher Institut für Technologie: „Darmkrebsvorsorge 2009 und 2010."

 
 
 Dr. Andrea Stahl Dr. Volker List

Die Darmkrebsvorsorgeaktion des Karlsruher Instituts für Technologie fand 2009/10 zum dritten Mal statt. Angesprochen waren alle Mitarbeiter ab dem Alter von 40 Jahren angesprochen, d. h. auch ein großer Teil der Mitarbeiter, die noch keinen gesetzlichen Anspruch auf Darmkrebsfrüherkennung haben, erhielten die Möglichkeit zur Teilnahme.  Die Mitarbeiter erhielten zusammen mit ausführlicher Information einen immunologischen Stuhltest an ihre private Anschrift zugesandt. Im Institut selbst fanden Vorträge zur Darmkrebsvorsorge und zuden Risikofaktoren Bewegungsmangel und falsche Ernährung statt.  Bei positivem Testergebnis wurde ein persönliches Gespräch mit dem Betriebsarzt zur ausführlichen Besprechung des weiteren Vorgehens angeboten. Die Jury überzeugte vor allem die hohe Teilnahmequote der Aktion: 52 Prozent der angeschriebenen 2400 Mitarbeiter über 40 Jahre machten den Test. Als vorbildlich angesehen wird auch die hohe Akzeptanz der beratenden Begleitung der Betriebsärzte, die bewirkte, dass fast alle positiven Testergebnisse leitliniengerecht durch eine Darmspiegelung abgeklärt werden konnten. Das ist selbst in großen Unternehmen mit einem ausgedehnten werksärztlichen Dienst nur selten der Fall. Die Jury bewertete die Darmkrebsvorsorgeaktion des Karlsruher Instituts für Technologie als vorbildlich insbesondere für mittelständische Unternehmen und nominierte sie für den diesjährigen Felix Burda Award.

 

2) Jörg Schudmann, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege Bochum: „Aktionstag Darmkrebsvorsorge - Da mach ich mit" 

 
Jorg Schudmann

Der Aktionstag der Bezirksverwaltung Bochum der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst- und Wohlfahrtspflege zur Darmkrebsvorsorge wurde durch einen Arbeitskreis von Mitarbeitern organisiert. Er richtete sich an alle 120 Mitarbeiter der Organisation, denen die Möglichkeit angeboten wurde, kostenfrei einen immunologischen Stuhltest durchzuführen.  Unterstützt wurde die Aktion durch die Einrichtung eines Stammtisches zum Austausch über Erfahrungen mit dem Test und der Darmspiegelung. Eine Einführung in das Thema gab ein niedergelassener Gastroenterologe, der neben der Betriebsärztin auch für Einzelgespräche zur Verfügung stand. Begleitet wurde die Vorsorgeaktion zudem durch Ernährungsberatung und Bewegungsaktionen. Die Jury bewertete die Aktion als beispielhaft für Unternehmen von ähnlicher Größe. Sie hat die Bochumer Aktion deshalb für den Felix Burda Award nominiert.


3) Dr. Ingeborg Eisenacher-Abelein, Deutsche Telekom AG: „Darmkrebsvorsorge 2010."  

 

Dr. Ingeborg Eisenacher-Abelein

Angesprochen wurden alle 80.000 Mitarbeiter der Telekom, Die primäre Zielgruppe waren aber die Mitarbeiter ab dem Alter von 45 Jahren. Die Mitarbeiter wurden auf dem Postweg persönlich zur Vorsorgeaktion eingeladen und konnten mittels eines Gutscheins kostenfrei einen immunologischen Stuhltest beziehen und auswerten lassen. Die Jury überzeugte die insgesamt sehr professionelle Durchführung und die Nachhaltigkeit der Aktion, die bei der Telekom bereits zum wiederholten Mal stattfand. Sie nominierte die Aktion für den diesjährigen Felix Burda Award.

4) Dr. Annett Knüppel, Infineon Technologies Dresden GmbH: „Darmkrebs ist heilbar - wenn er rechtzeitig erkannt wird"

 

Dr. Annett Knüppel 

Die Unternehmensaktion der Infineon Technologies Dresden GmbH richtete sich an alle Mitarbeiter und Leiharbeiter des Standorts Dresden ab dem 40. Lebensjahr und wurde bereits zum dritten Mal durchgeführt. Die Mitarbeiter wurden auf Großbildschirmen in stark frequentierten Räumen, im Intranet, mit Plakaten und Flyern zur Teilnahme aufgefordert und über das Intranet nochmals an die Aktion erinnert.  Die Jury zeigte sich von der hohen Teilnahmequote von 45 Prozent der angesprochenen Zielgruppe und der Nachhaltigkeit der Aktion beeindruckt und nominierte sie für den diesjährigen Felix Burda Award.